Mein erstes Freiwasser-Event.
Einmal aus der Sicht von Nils und einmal aus der Sicht seiner Eltern.

Aus der Sicht von Nils:


Während andere Schwimmer noch ihre Ferien genossen, war ich am Sonnabend, dem 27. August, bei meinem ersten Freiwasser-Wettkampf. Bei Sonne und 30° C ging es für mich an den Stadtparksee in Norderstedt.
Dort wurde das 7. Norderstedter Langstreckenschwimmen ausgetragen. Direkt am Eingang erhielt ich eine grüne Badekappe mit meiner Startnummer und einen Transponder für die Messung der Zeit. Ich hatte mich für die Strecke über 1.250 m angemeldet. Auch Andreas, der dieselbe Strecke wie ich schwimmen wollte, und Christiane, die über 5000 m startete, waren dort. Bei der Wettkampfbesprechung wurde uns genau erklärt, wie wir die Bojen zu umrunden hatten. Dann mussten wir uns zur im Wasser liegenden Startlinie begeben. Mit dem Startsignal ging es los! Alle versuchten, auf eine innere Bahn zu gelangen, um die kürzeste Strecke zu schwimmen. Ich dagegen bewegte mich eher an den Rand, damit ich aus dem Tumult herauskam. Bei den ersten zwei Wendebojen war es noch ziemlich eng, danach wurden die Abstände zwischen den Schwimmern immer größer. Ich konnte mir eine stabile Position im ersten Drittel sichern. Dann ging es in den Schlussspurt. In diesem schaffte ich es, noch zwei Leute zu überholen, so dass ich als 13. von 58 männlichen Schwimmern das Ziel erreichte. Ich war schneller da, als meine Eltern es erwarteten, also war die Kamera noch nicht bereit. Deswegen gibt es leider kein Finisher-Foto von mir. Von insgesamt 113 Teilnehmern wurde ich Einundzwanzigster. Dafür bekam ich sogar einen kleinen Pokal, weil ich in meiner Altersklasse den 3. Platz belegte. Damit bin ich sehr zufrieden.
Andreas belegte den 19. Platz der Männer und Christiane den 7. Platz der 24 Frauen auf ihrer Strecke.
Ich bedanke mich bei Hans-Werner, Svantje, Christiane und Andreas für ein produktives Training und viele gute Ratschläge!
Ich werde nächstes Jahr sicherlich wieder dabei sein. Vielleicht kommen ja noch mehr von euch mit.

Bericht von Nils


7. Norderstedter Langstreckenschwimmen aus der Sicht von Nils` Eltern:

Endlich einmal ein Schwimmwettkampf, der nicht in der Halle stattfand. Uns erwarteten herrlichstes Wetter, schönster Sonnenschein, blauer Himmel und gefühlte 35 Grad im Schatten. Auch wir freuten uns auf einen schönen und interessanten Tag, kannten wir doch das Prozedere eines Freiwasserwettkampfes nicht. Wie läuft der Start? Wird sehr um gute Positionen getreten und gerangelt? Wie lange dauert das Rennen? Sollten wir etwa nervöser sein als unser Sohn?
Wir waren das erste Mal im Norderstedter Stadtparksee und waren schon einmal beeindruckt von der dortigen Wasserskianlage. Da wir recht früh vor Ort waren, hatten wir noch die Möglichkeit, uns selbst in die Fluten zu stürzen – natürlich nur zum Vergnügen. Herrlichstes Wasser erwartete uns. Aber kommen wir zum Wettkampf: Für uns war ja alles neu. Um uns herum Schwimmer mit verschiedenfarbigen Badekappen – für jede Strecke eine Farbe. Es begannen die Blauen über 500 m. Die ersten Schwimmer erreichten schon nach knapp sieben Minuten das Ziel. Hier ging alles Schlag auf Schlag! Es folgte die Wettkampfbesprechung für die 1.250 Meter Strecke: Nils hörte sich die Anweisungen an und dann ging es auch sofort ins Wasser zur Startlinie. Schon dort verloren wir Nils aus den Augen, denn 113 Schwimmer trugen eine grüne Badekappe und nach dem Startsignal spritzte das Wasser, so dass man nun gar nichts mehr erkennen konnte. Wir konnten bisher eigentlich immer ganz gut den Schwimmstil unseres Sohnes aus vielen Schwimmern heraussehen, aber hier war dazu keine Möglichkeit. Am Ziel stehend versuchten wir unseren Jungen zu identifizieren, der – den Vereinsfarben gemäß mit einer roten Badehose bekleidet – eigentlich gut zu erkennen sein sollte. Nach knapp 19 Minuten erreichte schon der erste Schwimmer das Ziel – unserer Meinung nach zu früh, um auch Nils schon zu erwarten. Nach 22 Minuten und 39 Sekunden aber flitzte eine rote Badehose an uns vorbei! Ups, verpasst ... Tolle Leistung, Nils! Aber ein Zielfoto gibt es so leider nicht.
Zum Abschluss gab es für Nils eine Finisher-Medaille, ein T Shirt und seinen ersten Pokal! Und für uns? Einen deftigen Sonnenbrand und Vorfreude auf das nächste Jahr.

Bericht und Fotos von Corinna

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